Und ploetzlich war es Juli…

9 07 2010

Wir haben eine Kaffeemaschine auf der Arbeit. Eine der guten. Allerdings muessen wir die Milch zwischendurch nachfuellen und den Behaelter saeubern. So auch demletzt, als ich nach getaner Milch-Arbeit meinen Kuerzel in die Liste setzen wollte, damit jeder nach mir weiss, dass ich die Milch gerade frisch nachgefuellt habe. Dummer Scherz, dachte ich. Ein Arbeitskollege hat den 2. Juli als Datum neben seine Unterschrift gesetzt. Als ob wir schon im Juli seien… Aber dann sehe ich, dass auch die Kollegin ueber ihm als Datum den Juli angegeben hat. Und ploetzlich merke ich, dass schon Juli ist… Die Zeit rennt!

Beautiful. Wunderschoene Lichtinstallation VIVID in Sydney. Mehr dazu weiter unten.

Beautiful. Wunderschoene Lichtinstallation VIVID in Sydney. Mehr dazu weiter unten.

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Abschied nehmen

21 11 2009

Abschied nehmen ueber Kaffee. Traurig. Emotional. Schoen.

Abschied nehmen ueber Kaffee. Traurig. Emotional. Schoen.

Auch wenn das Lied eindeutig nicht passt – so ist es in meinem Kopf. Xavier Naidoo’s “Abschied Nehmen” handelt von Tod – und davon kann hier nicht die Rede sein. Aber wenn Menschen, mit denen man vier Monate lang fast jeden Tag etwas unternommen hat, mit denen man gelernt und gefeiert, getanzt und gelacht hat – wenn diese Menschen so ploetzlich wie sie in ein Leben getreten sind wieder aus dem Leben austreten, dann heisst es Abschied nehmen. Und das ist schwerer als wir uns das alle gemeinsam vorgestellt haben. Abschied nehmen. Wenn dazu auch noch ein Auszug aus den eigenen vier Waenden kommt, koennen die Gefuehle ueberwaeltigen. Tschuess. Sydney. Erst einmal.

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Der Mythos der ersten hundert Tage

25 10 2009

Es ist im Journalismus Gang und Gäbe, Menschen in einer neuen Funktion nach 100 Tagen im Amt auf die Finger zu schauen. Die Faustregel besagt, dass diese Zeit lang genug ist, um sich in einer neuen Position einzuarbeiten. Mein neuer Lebensabschnitt in Australien hat genau heute vor 100 Tagen begonnen. Eine A-Bilan-Z. Read the rest of this entry »





Shake hands mit Tom Buhrow

11 10 2009

Peter's Angels :)

Peter's Angels :)

Was haben Jochen Markett, Referent der Journalisten-Akademie, Französinnen, ein Beach-Club und Live-Musik gemeinsam? Wieso beschweren sich Leute über mich in der Uni? Warum heißt Tom Buhrow eigentlich Tony Jones? Wieso sterben alle wichtigen Menschen? Warum falle ich eigentlich fast vom Fahrrad? Wieso kommentieren zurzeit so viele Freunde meinen Blog? Warum ist es so kalt? Und wieso regnet es die ganze Zeit? Read the rest of this entry »





Nach dem Sturm ist vor dem Sturm?

27 09 2009

Ein neuer Sturm über Sydney; Reisewarnungen nach Deutschland; 4000 Tonnen Wüstensand; Busse, die niemanden mitnehmen; Medien, die über Australien berichten; Wenig Wasser und viel Meckern; Strände, Freunde und kein Alkohol. Ich liebe mein Leben. Und Malte schimpft. Read the rest of this entry »





Wochenende für zwei Wochen

22 09 2009

Die mutigste Wassernixe der Welt. - Keine Narbe wird sie je erstellen!

Die mutigste Wassernixe der Welt. - Keine Narbe wird sie je entstellen!

Der Himmel verdunkelt sich über Sydney. Es ist sechs Uhr, die Abendsonne ist hinter dicken, dunklen Gewitterwolken untergegangen. Im Radio warnen die Moderatoren vor Sturm und starkem Wind. Es ist heiß. Schwül. 32 Grad. Der Asphalt, der sich in der prallen Sonne den ganzen Tag über aufgeheizt hat, kann kaum abkühlen. Hektisch rollen Räder über ihm her, Menschen trampeln auf ihm herum als sie die Straße überqueren. Plötzlich helles Licht überall. Ein Blitz. Ein Donner. Knall. Bumm. Die Menschen werden hektischer, gehen schneller über die Straße, warten nicht mehr auf grün. Ein Auto hupt. Noch eins. Knall. Bumm. Ein Donner lässt die Dame mit dem blauen Rock und den Stöckelschuhen zusammenzucken. Auf einmal fasst der Mann, der ihr entgegenläuft an sein Ohr. Es ist nass. Ein Regentropfen hat ihn getroffen. Der erste an diesem Abend. Plötzlich prasseln abertausende von Regentropfen auf die Menschen, die Autos, den warmen Asphalt. Überall in den Straßen hört man aufklappende Regenschirme, die Menschen verziehen ihr Gesicht. Ein Taxi ist jetzt schwer zu bekommen, jeder will schließlich trocken bleiben. Die Menschen suchen Schlupf unter den Vordächern der Geschäfte. Die Regentropfen platschen auf den Boden und spritzen bis zu ihren Füßen. Alle sind genervt. Nur einer lacht. Er geht zu seinem Fahrrad, schließt es auf und radelt los. Read the rest of this entry »





Es ist schwer, gleichzeitig auf beiden Seiten der Welt zu sein

14 09 2009

Entspannung. Bondi. Australien.

Entspannung. Bondi. Australien.

Ist es etwa eine Woche her, dass ich den letzten Eintrag hochgeladen habe? Um ehrlich zu sein, kommt es mir sogar länger vor. Diese Woche war mit Abstand die arbeitsintensivste, die ich in Australien hatte. Einziger Trost: sehr viele meiner Freunde hier fluchen ebenso und haben viel zu tun. Es ist unglaublich, wie viel ich diese Woche für die Uni getan habe. Außerdem merke ich, dass es nahezu unmöglich ist, gleichzeitig auf beiden Seiten der Welt zu sein. Das wird mir langsam zum Verhängnis. Außerdem versagt Windows gerade. – Leider bei mir… Aber es gibt auch tolle Entwicklungen. Anscheinend lesen mehr Menschen meinen Blog als ich es vermute: Der Wettergott und die australische ABC scheinen meine Worte ernst zu nehmen. Bei SBS, dem zweiten öffentlichen Fernsehsender Australiens, war ich im Fernsehen zu sehen und auch wenn eigentlich keine Zeit bleibt; es gibt total tolle Neuigkeiten: Ich bin verliebt! Mehr dazu in Abwechselnd, Abbrechend, Abtrünnig – in diesem Blogeintrag… Read the rest of this entry »





Besuch aus dem eigentlichen Leben

1 09 2009

Fotoshooting mit Anna

Fotoshooting mit Anna

Es ist ein unglaublich merkwürdiges Gefühl, wenn das Leben in der fremden Welt Alltag wird. Es ist komisch, wenn man alle Bezugspunkte umlegt, wenn alle Bezugspersonen in erster Linie in Australien, der Fremde sind. Es ist spannend zu beobachten, wie langsam ein Gefühl von Heimat entsteht. Und dann – plötzlich – wird alles aufgerissen! Besuch aus dem eigentlichen Leben, Besuch aus Deutschland. Anna Wolter, meine sehr gute Freundin aus Bonner Zeiten, hat mich für eine Woche besucht. Heute Morgen ging es für sie weiter nach Neuseeland, wo sie fünf Wochen reisen wird. Eine Fotodokumentation.

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Sick. Sick and tired.

21 08 2009

Oh man. :( Wer hat schon damit gerechnet, dass ich so schnell keinen Bock mehr auf Sydney haben werde? Und dass das Heimweh größer ist als die großartigste Stadt der Welt? Dass eigentlich gar nichts geht und alles doof ist? Nicht einmal in-fusion, das Kulturfestival an unserer Uni konnte da aushelfen und erst Recht nicht die zwei großen BBQs, zu denen wir eingeladen wurden. Alleine beim Gedanken an Wurst könnte ich kotzen…

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I still got sand in my shoes! – oder: Winter, Sonne, Strand und mehr!

17 08 2009
Darran (Australien), Laura und ich am Coogee Beach (c) Anne Hemdorff

Darran (Australien), Laura und ich am Coogee Beach (c) Anne Hemdorff

Warum ich an diesem tollen Wochenende feststellen musste, dass meine Wohnung doch nicht so toll ist, ich beim Fahrradfahren trotz strampeln fast umgefallen bin, warum man bei internationalen Cocktailpartys nicht zu viel Alkohol trinken sollte, wie sich australisches Meerwasser anfühlt und wieso ich lautstark „99 Luftballons“ im Scurphy Murphy’s gesungen habe und mich alle blöd dabei angeschaut haben? – ach ja, ich bin in Australien. Und mein Wochenende ist wie Urlaub. Immer wieder von Donnerstag bis Montagabend… Read the rest of this entry »